Herzlich Willkommen zurück! Der Frühling beginnt und wie jedes Jahr spielt das Wetter im April verrückt. Neben Schnee und Regen gab es auch sommerliche 27 °C im Ruhrgebiet. Doch im April fängt die Natur, trotz der Wetterwidrigkeiten, an wieder aus ihrem Winterschlaf zu erwachen. Euer Vierbeiner wird jetzt wieder viele tolle Gerüche in der Nase haben und gerne auch mal in den Wald verschwinden. Jetzt ist es für euch gut zu wissen, welche Pflanzen und Bäume giftig und welche sogar gesund sind. Fangen wir erstmal positiv an: Nicht alles was keimt und blüht ist giftig. Viele Pflanzen habe eine positive oder heilende Wirkung auf den Körper. Auch in der Medizin finden diese oft eine Anwendung. Dazu gehören z.B.:

  1. Schafgabe fördert die Durchblutung, ist entzündungshemmend und entspannend. Gerade bei Wundheilung wird es gerne eingesetzt.
  2. Löwenzahn kommt bei Stoffwechselstörungen und Appetitlosigkeit zum Einsatz.
  3. Brunnenkresse regt den Stoffwechsel an und fördert die Verdauung.
  4. Hirtentäschelkraut wird gerne bei Ekzemen oder zur Blutstillung genommen.
  5. Gänseblümchen hat eine blutreinigende Wirkung und wird bei Leber- oder Hauterkrankungen genutzt.
  6. Pfefferminze wird bei Verdauungsbeschwerden, Reizdarmsyndromen und Erkältungen verwendet.
  7. Weißdorn ist ein klassisches Mittel zur Durchblutungsförderung und Blutdrucksenkung.
  8. Birkenblätter werden häufig als Durchspültherapie verwendet, da sie harntreibend wirken.
  9. Spitzwegerich wirkt bakterientötend und entzündungshemmend. Es stimuliert das Immunsystem.
  10. Holunder ist schmerzstillend und ebenfalls entzündungshemmend. Außerdem findet er bei Schwellungen und Insektenstichen Verwendung.

Bitte lasst euch nicht dazu verleiten, nach eigenem ermessen für eure Fellnase die richtige Pflanze rauszusuchen. Ich verstehe, dass ihr es gut meint, aber lasst euch von einem Tierheilpraktiker*in beraten. Oft kommt es auch auf die Menge und Kombination an. Diese studieren die Wirkung und Anwendung lange und genau.

Kommen wir nun zu der Kehrseite. Auch die giftigen Pflanzen fangen wieder an zu wachsen und zu blühen. Oft ist auch die Menge entscheidend, ob etwas eine giftige Wirkung oder eine heilende Wirkung hat. Viele dieser Pflanzen kommen in der Homöopathie und der Phytotherapie in Kleinstmengen zum Einsatz. Hier sind ein paar gängige Beispiele:

  1. Efeu kann zu juckenden Hautreizungen und Bläschenbildung führen. Die Beeren führen zu Vergiftungserscheinungen, d.h. Herzrasen, Durchfall, Erbrechen und Krampfanfälle.
  2. Bärlauch kann in der falschen Dosierung zu Anämie führen.
  3. Eibe führt ebenfalls zu den klassischen Vergiftungszeichen wie Durchfall, Erbrechen und Krampfanfälle. Außerdem sind auch Schaum vor dem Maul und Blasenentzündung Anzeichen dieser Vergiftung.
  4. Schierling gehört zu den giftigsten heimischen Pflanzen. Anzeichen können Muskelschwäche, Inkoordination oder fortschreitende Lähmung sein.
  5. Schöllkraut wird selten von Vierbeiner gefressen, da dieses sehr bitter schmeckt. Es führt u.a. zu einem Brennen im Maul und Blutdruckabfall.
  6. Tollkirche führt zu Schluckbeschwerden, vermehrten Durst, Sehstörungen und einer erhöhten Körpertemperatur.
  7. Maiglöckchen können bei zu hoher Dosierung zu Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Erbrechen führen.
  8. Fingerhut kann von Benommenheit und Taumeln bis Herzrhythmusstörungen führen.
  9. Hortensie kann bei übermäßigen Verzehr Magen-Darmprobleme und Kreislaufstörungen auslösen.
  10. Farn führt zu den oben bereits erwähnten Vergiftungserscheinungen.

Lasst euch davon aber nicht abschrecken. Tiere haben einen sehr guten Instinkt, der ihnen häufig sagt, welche Pflanze genießbar ist und welche lieber nicht gefressen wird. Ihr müsst auch beim Spaziergang oder Parkbesuch nicht überfürsorglich werden. Es reicht, wenn ihr einen allgemeinen Blick darauf werft und einen Überblick habt, über das, was giftig sein könnte und welche Symptome eine Vergiftung aufweisen kann.

Schreibt mir einfach, welche Pflanzen ihr bereits kannten und welche euch neu waren ;).

Bis zum nächsten Mal,
Eure Alina